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ANNA ROSSINELLI

Sonntag 13. August 2017, 17.45 - 19.00

      

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«Takes Two To Tango»
Bereits nach wenigen Takten des Eröffnungssongs «Bang Bang Bang» merkt der Zuhörer, dass bei Anna Rossinelli etwas geschehen ist. Ohne Pauken und Trompeten legt die Baslerin ihre Zeilen über eine feine Gitarre: «Both feel each others breath. Lying side by side.» Dann setzt sie die bittersüsse, anrüchige Ballade fort, variiert in Stimme und Tonalität, lässt verschiedene Facetten durchschimmern, um alles in einem emotionsgeladenen Feuerwerk enden zu lassen. Hier scheint etwas passiert zu sein. Aber was? Die Antwort ist einfach: Anna Rossinelli hat sich neu entdeckt. Dies nach über 10000 Kilometern, zahlreichen Songskizzen und etlichen Begegnungen.

Zusammen mit ihren Bandkollegen Georg Dillier und Manuel Meisel bereiste die Schweizerin im Frühjahr 2015 während drei Monaten die USA. Begleitet wurden sie von Tontechniker Florens Meury sowie Filmemacher Milan Büttner, der die vielen Momentaufnahmen der Reise für den zum Album dazugehörigen Kurzfilm festhielt. Auf der abenteuerlichen Reise machte das Dreiergespann unter anderem in San Francisco, Texas und New Orleans mit Endstation New York Halt, wo es «Takes Two To Tango» mit Produzent Simon Kistler (Marc Sway) im Studio letztendlich einspielte. Während der längeren Exkursion sammelte der Basler Nomadenzug vor allem Eindrücke, musikalische Fragmente und eine Menge Inspiration. Alles, was Anna Rossinelli und ihre Weggefährten mit im Gepäck hatten: Zahlreiche Ideen und eine gehörige Portion Tatendrang. Auf konkrete Vorhaben verzichtete das Trio bewusst. Nichts sollte der Planung zum Opfer fallen, alles musste möglich sein. «Wir hatten zwar eine Vision aber nur bedingte Pläne», blickt Anna Rossinelli heute auf die abenteuerliche Reise zurück. Die Zelte schlug der Trupp lediglich mit einem bewussten Ziel auf: Möglichst viel zu musizieren. Es galt, musikalische Puzzleteile zu sammeln, die man letztendlich auf einem neuen Album zusammenführen wollte. «Die Zeit ging viel zu schnell vorbei», sagt Anna weiter. Dabei schaut sie gerne auf die Begegnungen mit gastfreundlichen Menschen und Musikern zurück. Denn das neue Songmaterial, das sie mit Georg und Manuel bereits in der Schweiz geschrieben hatte, teilte sie in den Staaten mit zahlreichen Gastmusikern: Mike Haynes, ein Strassenkünstler in San Francisco, inspirierte die Schweizer etwa mit seiner eindrücklichen Art Schlagzeug zu spielen. Nick Milo, Joe Cockers ehemaliger musikalischer Leiter und Keyboarder, lud Anna und ihr Gefolge ein, bei ihm zuhause zu spielen. Und in Nashville öffnete Songwriterin Victoria Shaw, die bereits für Christina Aguilera Welthits wie «Nobody Wants To Be Lonely» geschrieben hat, die Türen zu ihrem Wohnzimmer.

Offenbar haben die Treffen sowie die dreimonatige Alltagsabstinenz ihre Pflicht getan. Wer die früheren Alben von Anna Rossinelli kennt, wird feststellen, dass sich «Takes Two To Tango» anders anhört. Der dritte Langspieler geht tiefer. Konventionen liess man hinter sich. Die zehn neuen Songs, die sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten formten und färbten, präsentieren sich abwechslungsreich. Aus alt mach neu. Was einmal war, ist jetzt frischer, zerbrechlicher und explosiver aber immer noch poppig. So treffen auf «Wild Children» ein vorwärtstreibender Club-Beat und eine Westerngitarre aufeinander. Bei «Broken Hearted» singt Anna Rossinelli mit einem Gospelchor um die Wette und spendet all den armen Seelen Trost, die durchs Raster fallen und kein Gehör finden. Oder sie serviert mit «Forever Young» eine folkangehauchte Midtempo-Ballade, die auch aus der Feder von Norah Jones stammen könnte. Eines der Highlights ist aber zweifelsohne «King Mustafa». Die Feelgood-Nummer, die ihren Ursprung in Marrakesch hatte, versprüht Wärme und dürfte vor allem eine Bereicherung für sommerliche Radiorotationen sein. Nicht zuletzt besticht vor allem die Story des Songs: Ein König verlässt seine gewohnte und vertraute Umgebung, um dafür das pure Leben spüren zu können. Der Track könnte also auch sinnbildlich für die Entstehung des neusten Rossinelli-Werks verstanden werden.

Tatsächlich sagt Georg Dillier selber: «Der Fakt, dass wir nicht in einem gewohnten Umfeld musizierten, hat unsere Kreativität geweckt. Wir haben uns so automatisch mehr getraut.» Dann doppelt er nach: «Ich glaube, wir haben den Sound gefunden, den wir lange gesucht haben.» Ein klares Statement, dass darauf schliessen lässt, wie sehr die drei Musiker zufrieden sind mit ihrem neusten Album. Auch Anna Rossinelli steht die Freude ins Gesicht geschrieben, wenn sie über ihr neustes Baby sinniert: «Wir sind echt stolz auf die Scheibe. Ich selber höre mir die Songs immer wieder an. Solch ein Gefühl hatte ich noch selten.» Viel mehr gibt es bei solch einer Aussage wohl kaum hinzuzufügen.

 

 

   
   
     

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